Minab: Präzise und falsch

Am 28. Februar 2026 traf ein US-amerikanischer Tomahawk-Marschflugkörper die Shajareh-Tayyebeh-Mädchenschule im iranischen Minab. Nach iranischen Angaben starben mindestens 156 Schülerinnen, Lehrerinnen und Eltern. Washington spricht von veralteten Zieldaten und einem tragischen Fehler. Doch die verfügbaren Fakten zeichnen ein anderes Bild: Trümmeranalysen, Satellitenbilder, westliche Waffenexperten, Kongressaussagen und völkerrechtliche Bewertungen legen nahe, dass hier nicht eine Waffe versagte, sondern ein Zielsystem. Diese Analyse rekonstruiert, was in Minab geschah, warum die offizielle Erklärung nicht trägt – und weshalb der Fall weit über Iran hinausweist: als Präzedenzfall für KI-gestützte Kriegsführung, veraltete Geheimdienstdaten und die Frage, wer Verantwortung übernimmt, wenn Präzisionswaffen exakt das falsche Ziel treffen.