Trumps stiller Sieg in Syrien
Der Abzug der letzten US-Bodentruppen aus Syrien wurde im April 2026 nahezu geräuschlos vollzogen. Doch was wie das Ende einer elfjährigen Intervention wirkt, könnte in Wahrheit der Beginn einer neuen strategischen Operation sein: Washington zieht Soldaten ab, während in Syrien ein ehemaliger Jihadistenführer regiert, kurdische Verbündete geopfert werden und uigurische Kämpfer in staatliche Strukturen integriert sind. Der eigentliche Adressat dieser Neuordnung sitzt nicht in Damaskus, sondern in Peking. Syrien wird damit zum geopolitischen Scharnier einer größeren Auseinandersetzung zwischen den USA und China.

