Michael Hollister

Michael Hollister

Der Kra-Kanal

Thailand steht vor einer Jahrhundertentscheidung: Soll das Königreich den seit 1677 diskutierten Kra-Kanal bauen – und damit zur maritimen Vorfeldmacht Chinas werden? Oder entscheidet es sich für die Landbrücke – still, pragmatisch, aber geopolitisch nicht minder bedeutsam? Der Artikel analysiert beide Szenarien, ihre wirtschaftlichen, geopolitischen und strategischen Folgen – für Thailand, für China, für den gesamten Indopazifik. Zwischen Infrastrukturträumen, digitaler Einflussnahme und globalen Machtachsen steht Thailand an einem historischen Scheideweg. Keine der Optionen ist neutral – aber eine ist klüger. Und entscheidet womöglich über die Ordnung Asiens im 21. Jahrhundert.

Selenskyjs 20 Punkte

Was als Friedensplan präsentiert wird, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als geopolitische Wunschliste voller wirtschaftlicher Interessen, moralischer Inszenierung und strategischer Fallstricke. In dieser Punkt-für-Punkt-Analyse zeigt sich: Keiner der 20 Vorschläge zielt ernsthaft auf eine Deeskalation mit Russland ab.
Statt Frieden erleben wir Verwaltung, Machtpolitik und PR – und die Frage: Wer spielt hier eigentlich mit wem?

„Siegfähig“

Deutschland soll „siegfähig“ werden – so das politische Versprechen. Doch was passiert, wenn man dieses Wort mit Zahlen, Materiallisten, Ausbildungsrealität und Kampferfahrung konfrontiert? Diese Analyse entlarvt die deutsche „Zeitenwende“ als gefährliche Selbsttäuschung: eine Armee mit Munition für Tage, Logistik für Stunden und politischer Rhetorik für Jahre. Eine Realsatire in sieben Akten über Anspruch, Wirklichkeit und den Preis, den am Ende andere zahlen sollen.

Chinas stiller Sieg – Teil 1

Thailand kippt – leise, aber unwiderruflich
Während die USA auf symbolische Manöver setzen, baut China wirtschaftliche Fakten: Glasfaserkabel, Hochgeschwindigkeitszüge, Rechenzentren. Thailand, einst Bollwerk gegen den Kommunismus, wird zur Drehscheibe chinesischer Infrastruktur in Südostasien. Die sino-thailändische Elite kontrolliert Banken, Handel und Medien – und ist kulturell wie wirtschaftlich mit Peking verbunden. Das Königshaus schweigt. Das Militär spielt beide Seiten. Und der Westen? Kommt zu spät, zu langsam, zu weit weg. Diese Analyse zeigt, warum Thailand exemplarisch für den Machtverlust des Westens steht – und was passiert, wenn Neutralität zur Illusion wird. Ein Land zwischen den Fronten. Eine Entscheidung, die die Region prägen wird.

Venezuela-Intervention – Teil 2

Wer profitiert, wer plant, wer zahlt? Wer Venezuela verstehen will, muss dem Geld folgen.
Teil 2 zeigt, welche Akteure hinter der drohenden Intervention stehen: Rüstungskonzerne, Energieimperien, Think-Tanks, Exil-Netzwerke und Wahlkampfspender – samt Namen, Summen und dokumentierten politischen Hebeln. Die Analyse entlarvt die Mechanik eines Systems, in dem Interventionen nicht aus Sicherheitsgründen beschlossen werden, sondern weil mächtige Gruppen Milliarden verdienen, Einfluss erweitern oder geopolitische Rivalen schwächen wollen. Dieses Kapitel seziert die unsichtbaren Architekten des kommenden Konflikts – und zeigt, warum Venezuela zum Knotenpunkt globaler Machtinteressen geworden ist.

Venezuela-Intervention Teil 1

Die operative Vorbereitung - ein Libyen 2.0
Während Washington offiziell von „Drogenbekämpfung“ spricht, zeigt die militärische Realität ein anderes Bild: F-35-Staffeln, eine aufmarschierte 4. US-Flotte, eine komplette Eskalationsleiter des Atlantic Council – und ein Drehbuch, das Schritt für Schritt dem Libyen-Modell von 2011 folgt. Hinter der Kulisse geht es um weit mehr als Maduro: Es geht um Chinas Energieversorgung, den Petrodollar und die Frage, wie weit Washington bereit ist zu gehen. Teil 1 dieser Analyse seziert die operative Vorbereitung – mit Namen, Strukturen und der geopolitischen Logik, die Venezuela in den kommenden Wochen ins Zentrum eines globalen Machtkampfs rücken könnte.

HORIZON EUROPE

HORIZON EUROPE: Wie EU-Forschungsgelder entgegen dem zivilen Mandat in Israelische
Militärtechnologie fließen.
Die EU betont, Horizon Europe finanziere ausschließlich zivile Forschung. Doch über 3,4 Milliarden Euro flossen nach Israel – an Firmen und Institute, die eng mit Militär und Geheimdiensten verflochten sind. Von kampferprobten Drohnensystemen bis zu Universitäten mit Waffenpartnerschaften: Europäische Steuergelder fördern Technologie, die in Gaza eingesetzt wird. Diese Analyse legt offen, wer das Geld erhält, wie Verträge gebrochen werden – und warum die EU ihre eigenen Gesetze ignoriert.

Der übersehene Bündnisfall

Der übersehene Bündnisfall: Wie ein EU-Beitritt der Ukraine die europäische Sicherheitsarchitektur verändern könnte.
Ein EU-Beitritt der Ukraine wirkt wie ein Akt der Solidarität – doch tatsächlich birgt er eine kaum diskutierte Eskalationsautomatik. Mit Artikel 42(7) des EU-Vertrags könnte Europa in einen direkten Konflikt mit Russland rutschen, ohne parlamentarische Debatte, ohne demokratische Legitimation, allein durch juristische Mechanismen. Dieser Text zeigt, warum die EU-Aufnahme der Ukraine ein sicherheitspolitischer Wendepunkt wäre – mit gewaltigen militärischen, ökonomischen und geopolitischen Folgen.

Weltfrieden im Schützengraben – Warum wir unsere Demokratie neu kalibrieren müssen

Warum unsere Demokratien einen eingebauten System-TÜV brauchen – bevor die Distanz zwischen Macht und Konsequenz uns alle in den Abgrund führt. Ein provokantes Gedankenexperiment: Würden Kriege noch geführt, wenn Staatschefs selbst im vordersten Schützengraben lägen? Der Satz klingt utopisch – doch er entlarvt ein fundamentales Problem moderner Demokratien: Die Entkopplung von Entscheidung und Verantwortung. Während in Deutschland offen über den „Spannungsfall 2026" gesprochen wird und Konzerne ihre Produktion auf Kriegswirtschaft vorbereiten, fehlt die entscheidende Frage: Wer kontrolliert eigentlich noch die Kontrolleure? Dieser Essay plädiert für eine radikale, aber friedliche Neukalibrierung: einen demokratischen System-TÜV, der Macht nicht abschafft – sondern sie wieder erdet.

Palästina-Anerkennung: Fünf Staaten erklären Staatlichkeit, während sie den Krieg finanzieren, der sie zerstört

Palästina-Anerkennung: Fünf Staaten erklären Staatlichkeit, während sie den Krieg finanzieren, der sie zerstört * Fünf westliche Staaten erkennen Palästina an – und liefern gleichzeitig weiter Waffen an Israel. Was als „historische Geste“ verkauft wird, entpuppt sich als politisches Theater, das die fortgesetzte Zerstörung des anerkannten Staates verschleiert. Eine schonungslose Analyse über Doppelmoral, Kriegsprofite und die systematische Aushöhlung internationaler Normen.