BOARD OF PEACE – Teil 1

Donald Trump präsentiert sich als Friedensstifter für Gaza – mit einem neu gegründeten „Board of Peace“. Doch was wie eine humanitäre Initiative klingt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als etwas völlig anderes.
In Teil 1 dieser dreiteiligen Serie zerlege ich die Entstehung, den historischen Kontext und die moralische wie völkerrechtliche Absurdität dieses Gremiums. Wer Frieden verspricht, nachdem er Zerstörung ermöglicht hat, verdient keine wohlwollende Interpretation, sondern eine präzise Analyse.
Dieser erste Teil legt offen, warum das „Board of Peace“ kein Neubeginn ist, sondern der institutionelle Endpunkt einer langen Kette von Gewalt, Straflosigkeit und Machtpolitik. Teil 2 und Teil 3 werden zeigen, wer wirklich profitiert – und warum Gaza nur der Anfang ist.

DER RAUB, DEN SIE „FRIEDEN“ NENNEN

von Michael Hollister
Exklusive Veröffentlichung nur bei Michael Hollister am 01.02.2026

4.104 Wörter * 22 Minuten Lesezeit

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Teil 1: Die Entlarvung

I. ERÖFFNUNG: DIE PERVERSITÄT HAT EINEN NAMEN

Stellen Sie sich vor, Jack the Ripper gründet ein Frauenhaus. Er ernennt sich selbst zum Vorsitzenden auf Lebenszeit. Er entscheidet, welche Frauen Zuflucht finden dürfen und welche nicht. Er bestimmt die Hausregeln. Er kontrolliert das Budget. Er besitzt die Baufirma, die das Gebäude errichtet. Er besitzt die Bank, die es finanziert. Er stellt die Wachleute. Und er nennt das Ganze: „Haus des Schutzes“.

Das ist keine Satire. Das ist die präzise Analogie für das „Board of Peace“, das Donald Trump am 16. Januar 2026 für Gaza gegründet hat.

Ein Mann, dessen Land in 250 Jahren Existenz nur 16 bis 20 Jahre keinen Krieg geführt hat. Ein Mann, der im Januar 2026 Venezuela bombardiert und dessen Präsidenten entführt hat – 80 Tote, dreifacher Völkerrechtsbruch. Ein Mann, der iranische Atomanlagen bombardieren ließ, ohne dass Iran die USA angegriffen hatte. Ein Mann, der öffentlich ankündigte, Grönland zu „nehmen“ – „so oder so, auf die gute oder auf die schlechte Art“ – und sein Pentagon anwies, Invasionspläne zu erstellen. Dieser Mann präsentiert sich jetzt als Friedensstifter für Gaza.

Die Perversität hat drei Dimensionen.

Erste Dimension: Die USA haben Gaza erst zerstören lassen. 26 Monate Krieg. 80.000 tote Zivilisten. 86 bis 90 Prozent aller Gebäude dem Erdboden gleichgemacht. Mit US-Waffen. Mit US-Unterstützung. Mit US-Veto im UN-Sicherheitsrat gegen jeden Waffenstillstand.

Zweite Dimension: Trump kündigte im Februar und März 2025 offen an, Gaza zu „nehmen“. Wörtlich: „We don’t need to buy it, we have it.“ – „Wir brauchen es nicht zu kaufen, wir haben es.“ Und: „Gaza would be owned by the United States.“ CNN fasste am 26. Februar 2025 zusammen: „Der amerikanische Präsident hat vorgeschlagen, 2,1 Millionen Palästinenser aus Gaza zu vertreiben und die Enklave in eine ‚Riviera‘ zu verwandeln, die den Vereinigten Staaten gehören würde.“

Dritte Dimension: Elf Monate später, am 16. Januar 2026, wird das Board of Peace gegründet. Schauen wir uns an, wer dort sitzt: Steve Witkoff, einer der größten Immobilienentwickler und Bauunternehmer der USA. Marc Rowan, CEO von Apollo Global Management, der 650 Milliarden US-Dollar verwaltet. Jared Kushner, Trumps Schwiegersohn, Immobilieninvestor. Yakir Gabay, israelischer Immobilien-Milliardär. Menschen, die direkt am Wiederaufbau verdienen werden.

Das ist keine Friedensinitiative. Das ist die Verwaltungsstruktur für ein annektiertes Gebiet. Das ist koloniale Landnahme im 21. Jahrhundert, verpackt als humanitäre Mission.

Dieser Artikel macht drei Dinge.

Erstens: Er dokumentiert, wer die USA wirklich sind – ein Land, das 93 bis 94 Prozent seiner Existenz im Kriegszustand verbracht hat und allein in den letzten 18 Monaten drei massive Völkerrechtsbrüche begangen hat, ohne dass irgendeine Konsequenz folgte.

Zweitens: Er analysiert die Struktur des Board of Peace anhand der Primärquelle – dem Statement des Weißen Hauses vom 16. Januar 2026. Vier Ebenen der Kontrolle. Null palästinensische Selbstbestimmung. Amerikanische, israelische und Golf-Investoren als „Friedensstifter“.

Drittens: Er zeigt, warum das nicht nur Gaza betrifft. Gaza ist der Test-Run. Der Präzedenzfall. Das Modell für Iran, Panama, Venezuela. Was hier funktioniert, kommt global: Völkerrechtsbruch ohne Konsequenzen, „Friedens“-Narrativ als Deckung, wirtschaftliche Ausbeutung als „Wiederaufbau“.

Die Methode dieses Artikels ist simpel: Primärquellen, Fakten, Völkerrecht. Keine Spekulationen. Keine Verschwörungstheorien. Nur das, was dokumentiert, zitierbar und nachprüfbar ist. Trump selbst liefert die Beweise. Das Weiße Haus liefert die Struktur. Völkerrechtler liefern die juristische Einordnung. Palästinenser liefern die Realität vor Ort.

Am Ende dieses Dreiteilers steht eine Frage: Wenn ein Land ein anderes bombardiert, dessen Bevölkerung vertreibt, das Territorium annektiert und eine Kolonialverwaltung installiert – und die Welt schweigt – was unterscheidet das noch von Raub?

Die Antwort ist: Nichts. Außer dem Wort, das sie dafür verwenden.

Sie nennen es „Frieden“.

II. DIE BRANDSTIFTER ALS FEUERWEHR: 250 JAHRE KRIEG

Bevor wir zum Board of Peace kommen, braucht es Kontext. Wer sind die USA? Was ist ihre Geschichte? Was qualifiziert sie, als „Friedensstifter“ aufzutreten?

Die Antwort ist einfach und brutal: nichts.

Die Vereinigten Staaten von Amerika wurden 1776 gegründet. Sie sind im Jahr 2026 genau 250 Jahre alt. Von diesen 250 Jahren haben sie zwischen 16 und 20 Jahren keinen Krieg geführt. Das bedeutet: 93 bis 94 Prozent ihrer gesamten Existenz verbrachten die USA im Kriegszustand.

Das ist kein Zufall. Das ist kein Pech. Das ist kein „Verteidigen der Freiheit“. Das ist Geschäftsmodell. Das ist Strategie. Das ist Identität.

Die USA wurden auf annektiertem Land gegründet – durch systematischen Völkermord an der indigenen Bevölkerung. Schätzungsweise 10 bis 15 Millionen Menschen lebten vor der europäischen Kolonisierung auf dem Territorium der heutigen USA. Bis 1900 waren es noch 250.000. Das ist keine „Entdeckung“ eines Kontinents. Das ist Auslöschung einer Zivilisation. Die Methoden: Biologische Kriegsführung mit Pockenviren auf Decken. Massaker an unbewaffneten Dorfgemeinschaften. Systematische Zerstörung der Nahrungsgrundlagen durch Ausrottung der Büffelherden. Zwangsumsiedlungen auf unfruchtbares Land – der „Trail of Tears“ allein tötete 4.000 Cherokee auf dem Marsch.

Was folgte nach der Konsolidierung im eigenen Territorium, war Export dieses Modells. Die Monroe-Doktrin von 1823 erklärte die gesamte westliche Hemisphäre zur US-Einflusssphäre. Was elegant klingt, bedeutet: Lateinamerika als Hinterhof. Als Ressourcenquelle. Als Labor für Interventionen.

Seit 1945 – also seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, in dem die USA sich als Befreier präsentierten – haben die USA folgende Länder bombardiert:

China (1945-46, 1950-53), Korea (1950-53), Guatemala (1954, 1960, 1967-69), Indonesien (1958), Kuba (1959-61), Belgisch-Kongo (1964), Peru (1965), Laos (1964-73), Vietnam (1961-73), Kambodscha (1969-70), Libanon (1983-84), Grenada (1983), Libyen (1986, 2011), El Salvador (1980er), Nicaragua (1980er), Iran (1987, 1988, 2025), Panama (1989), Irak (1991-2011, 2014-heute), Kuwait (1991), Somalia (1993, 2007-heute), Bosnien (1994-95), Sudan (1998), Afghanistan (1998, 2001-2021), Jugoslawien/Serbien (1999), Jemen (2002-heute), Pakistan (2004-heute), Syrien (2014-heute).

Das sind keine abstrakten Ländernamen. Das sind Menschen. Das sind Zahlen.

Korea: 3 Millionen Tote. 20 Prozent der nordkoreanischen Bevölkerung ausgelöscht. Mehr Bomben abgeworfen als im gesamten Pazifik-Krieg gegen Japan.

Vietnam: 3 bis 3,8 Millionen Tote. 58.000 tote US-Soldaten werden bis heute betrauert. Die 3 Millionen toten Vietnamesen, Laoten und Kambodschaner erscheinen in US-Geschichtsbüchern als Fußnote. Agent Orange vergiftet bis heute Böden und verursacht Missbildungen in der dritten Generation.

Laos: 2 Millionen Tonnen Bomben auf ein Land, das nie die USA angegriffen hatte. Laos ist bis heute das am stärksten bombardierte Land der Geschichte – pro Kopf der Bevölkerung. 80 Millionen Streubomben wurden abgeworfen. 30 Prozent explodierten nicht. Kinder sterben bis heute, wenn sie auf Feldern spielen.

Irak: Zwei Golfkriege und 13 Jahre Sanktionen. Madeleine Albright, US-Außenministerin, wurde 1996 gefragt, ob die Sanktionen, die 500.000 irakische Kinder das Leben kosteten, „es wert“ gewesen seien. Ihre Antwort: „Wir glauben, es war den Preis wert.“ Nach der Invasion 2003: Schätzungen zwischen 500.000 und über 1 Million Tote. Die Begründung – Massenvernichtungswaffen – war eine Lüge. Dokumentiert. Bewiesen. Konsequenzen: keine.

Afghanistan: 20 Jahre Krieg. 176.000 Tote. 2,3 Billionen US-Dollar ausgegeben. Resultat: Die Taliban sind wieder an der Macht. Genau dieselben Taliban, die 2001 gestürzt wurden. Was hat der Krieg gebracht? Profit für Rüstungskonzerne. Destabilisierung einer Region. Millionen Flüchtlinge.

Libyen: 2011, NATO-Bombardierung unter US-Führung. Begründung: „Schutz von Zivilisten“ (UN-Resolution 1973). Resultat: Gaddafi tot, Land zerstört, offene Sklavenmärkte in Libyen, Migrationskrise nach Europa, Destabilisierung der gesamten Sahel-Zone. Barack Obama nannte es später sein größtes außenpolitisches Versäumnis – nicht die Bombardierung selbst, sondern dass man keinen „Plan für danach“ hatte.

Syrien: Seit 2014 bombardiert. Ohne Einladung der syrischen Regierung. Ohne UN-Mandat. Völkerrechtsbruch. US-Truppen besetzen bis heute syrische Ölfelder im Nordosten. Donald Trump sagte wörtlich: „Wir haben das Öl.“ Das ist keine Verschwörungstheorie. Das ist offizielle US-Politik, ausgesprochen vom Präsidenten.

Das Muster wird sichtbar: Regime-Change-Operationen. Ressourcenkontrolle. Destabilisierung von Staaten, die nicht in die US-Weltordnung passen. Die Begründungen wechseln – Kommunismus, Terrorismus, Massenvernichtungswaffen, Menschenrechte, Drogenhandel. Die Methode bleibt gleich: Bomben.

Die Kosten? Das Watson Institute der Brown University hat die Kosten des „War on Terror“ seit 2001 berechnet: 8 Billionen US-Dollar. 900.000 direkte Kriegstote. 38 Millionen Vertriebene und Flüchtlinge. Das sind konservative Schätzungen.

Wer profitiert? Der militärisch-industrielle Komplex. Lockheed Martin, Raytheon, Boeing, Northrop Grumman. Die fünf größten US-Rüstungskonzerne hatten 2023 einen Umsatz von über 200 Milliarden US-Dollar. Ihr Geschäftsmodell ist Krieg. Kein Krieg, kein Umsatz. Kein Umsatz, keine Aktionärsrendite. Kein Zufall, dass die USA mehr für Militär ausgeben als die nächsten zehn Länder zusammen.

Dwight D. Eisenhower, US-Präsident und Fünf-Sterne-General, warnte 1961 in seiner Abschiedsrede: „Wir müssen uns vor den Verflechtungen des militärisch-industriellen Komplexes hüten. Das Potenzial für den katastrophalen Aufstieg fehlgeleiteter Macht existiert und wird weiter bestehen.“

Das war vor 65 Jahren. Seitdem hat sich das System nicht verändert. Es hat sich perfektioniert.

Jetzt, Januar 2026, addieren wir die jüngsten Völkerrechtsbrüche hinzu. Und hier wird es besonders relevant – denn diese Brüche geschehen unter demselben Präsidenten, der jetzt das Board of Peace für Gaza gründet.

Venezuela, 3. Januar 2026:

US-Streitkräfte bombardieren Caracas in den frühen Morgenstunden. Mindestens 80 Menschen sterben. Präsident Nicolás Maduro und seine Frau werden aus dem Präsidentenpalast entführt. Nicht verhaftet – entführt. Es gibt keinen internationalen Haftbefehl. Es gibt kein UN-Mandat. Es gibt keine Einladung der venezolanischen Regierung. US-Soldaten greifen die Hauptstadt eines souveränen Staates an, töten Dutzende Menschen und verschleppen das Staatsoberhaupt.

Das ist kein Haftbefehl. Das ist keine Auslieferung. Das ist eine militärische Aggression mit anschließender Entführung.

Drei Völkerrechtsbrüche in einer Operation:

  1. Gewaltverbot (Artikel 2(4) UN-Charta): „Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.“
  2. Souveränitätsverletzung: Venezuela wurde nicht angegriffen. Die USA wurden nicht bedroht. Es gab keine unmittelbare Gefahr. Kein Artikel 51 der UN-Charta (Selbstverteidigung) ist anwendbar.
  3. Völkerrechtswidrige Verschleppung eines Staatschefs: Das ist im internationalen Recht beispiellos in der modernen Geschichte. Nicht einmal während des Kalten Krieges entführten die USA oder die Sowjetunion amtierende Staatschefs anderer Länder.

Die Begründung der USA: Maduro sei ein „Drogenbaron“. Das ist zynisch. Die USA finanzieren und unterstützen seit Jahrzehnten Diktatoren, Folterer und tatsächliche Drogenhändler weltweit – solange diese ihre Interessen vertreten. Aber ein gewählter Präsident eines ölreichen Landes, der sich der US-Hegemonie widersetzt, wird zum „Drogenbaron“ erklärt und entführt.

Konsequenzen? Keine. Kein UN-Sicherheitsrat, der das verurteilt (weil die USA Veto einlegen würden). Keine Sanktionen gegen die USA. Keine internationale Empörung, die über diplomatische Statements hinausgeht.

Iran, Juni 2025:

US-Streitkräfte bombardieren iranische Atomanlagen. Iran hatte die USA nicht angegriffen. Es gab kein UN-Mandat. Es gab keine unmittelbare Bedrohung amerikanischen Territoriums. Die Begründung: Iran arbeite an Atomwaffen.

Selbst wenn das stimmen würde – und der letzte IAEA-Bericht bestätigte das nicht -, legitimiert das keine Bombardierung. Israel hat Atomwaffen. Pakistan hat Atomwaffen. Indien hat Atomwaffen. Nordkorea hat Atomwaffen. Die USA bombardieren diese Länder nicht.

Artikel 2(4) UN-Charta verbietet die Anwendung von Gewalt. Artikel 51 erlaubt Selbstverteidigung nur bei einem bewaffneten Angriff. Iran hatte die USA nicht angegriffen.

Das ist ein Angriffskrieg. Das ist illegal. Punkt.

Konsequenzen? Keine.

Tanker-Kaperungen, Januar 2026:

Mindestens fünf Öltanker werden von US-Streitkräften in internationalen Gewässern gekapert. Die Schiffe transportierten iranisches oder venezolanisches Öl. Die USA behaupten, sie würden „US-Sanktionen durchsetzen“.

Hier ist das Problem: US-Sanktionen sind US-Recht. Nicht internationales Recht. Die USA haben nicht das Recht, in internationalen Gewässern Schiffe dritter Länder zu kapern, die Waren zwischen dritten Ländern transportieren, nur weil die USA das nicht mögen.

Das Seerechtsübereinkommen (UNCLOS) regelt das klar: Kaperung in internationalen Gewässern ist illegal. Es ist Piraterie im völkerrechtlichen Sinne.

Konsequenzen? Keine.

Drohungen gegen Kolumbien, Kuba, Nicaragua:

Marco Rubio, US-Außenminister, sagt im Januar 2026 wörtlich: „Wenn ich in Kuba in der Regierung sitzen würde, würde ich mir ernsthaft Gedanken machen.“

Das ist keine Diplomatie. Das ist eine Drohung. Eine Gewaltandrohung.

Artikel 2(4) der UN-Charta verbietet nicht nur die Anwendung von Gewalt, sondern auch die Androhung von Gewalt. Rubio droht einem souveränen Staat offen – als Außenminister der Vereinigten Staaten.

Kolumbien wird gedroht, weil es Maduros Entführung kritisiert hat. Nicaragua wird gedroht, weil es sich nicht der US-Agenda unterwirft. Kuba wird seit 65 Jahren mit Embargo und Destabilisierung bekämpft – weil es gewagt hat, einen anderen Weg zu gehen.

Konsequenzen? Keine.

Grönland:

Donald Trump erklärt im Januar 2026 öffentlich, er „brauche“ Grönland. „Wir werden es haben, so oder so – auf die gute oder auf die schlechte Art.“

Lesen Sie das noch einmal: „So oder so – auf die gute oder auf die schlechte Art.“

Das ist eine Invasionsdrohung. Gegen Grönland. Das zu Dänemark gehört. Dänemark ist NATO-Mitglied. Die USA drohen einem NATO-Partner mit Invasion.

Trump weist das Pentagon an, Invasionspläne für Grönland zu erstellen. Das ist keine Rhetorik. Das sind militärische Vorbereitungen.

Konsequenzen? Keine. Dänemark protestiert. Die EU ist „besorgt“. Deutschland schweigt. Niemand zieht Konsequenzen.

Ein Muster wird überdeutlich: Völkerrechtsbruch, Straflosigkeit, Wiederholung. Die USA brechen internationales Recht systematisch, offen, ohne jede Rechtfertigung, die vor internationalem Recht Bestand hätte. Und die Welt schaut zu.

Das ist der Kontext, in dem Donald Trump am 16. Januar 2026 das „Board of Peace“ für Gaza gründet.

Ein Land, das 93 Prozent seiner Existenz Krieg führte. Ein Land, das seit 1945 über 30 Länder bombardiert hat. Ein Land, das allein in den letzten 18 Monaten drei massive Völkerrechtsbrüche begangen hat – Venezuela, Iran, Tanker. Ein Land, das aktuell weitere Länder bedroht – Kolumbien, Kuba, Nicaragua. Ein Land, das einem NATO-Partner mit Invasion droht.

Dieses Land, vertreten durch diesen Präsidenten, tritt jetzt auf und sagt: „Wir bringen Frieden nach Gaza.“

Das ist nicht Heuchelei. Heuchelei würde voraussetzen, dass es eine Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit gibt, die verborgen werden soll. Hier gibt es keine Verbergung. Trump kündigte im Februar 2025 öffentlich an, Gaza zu „nehmen“. Die Weltgemeinschaft protestierte. Und elf Monate später setzt er es um.

Ein Völkerrechtsbrecher als Friedensstifter. Ein Brandstifter als Feuerwehr. Jack the Ripper gründet das Frauenhaus.

Die Frage ist nicht mehr: Ist das zynisch? Die Frage ist: Warum lässt die Welt das zu?

III. „WIR NEHMEN ES EINFACH“ – TRUMPS GAZA-ANSAGE

Um zu verstehen, was das Board of Peace wirklich ist, müssen wir zurückgehen. Februar 2025. Donald Trump ist seit vier Wochen im Amt. Gaza liegt nach 16 Monaten Krieg in Trümmern. 80.000 Zivilisten sind tot. 86 bis 90 Prozent aller Gebäude sind zerstört. 2,3 Millionen Menschen haben kein Zuhause mehr.

Und in diesem Moment postet Donald Trump ein AI-generiertes Video.

Die Bilder:

  • Eine goldene Trump-Statue, monumentale Größe, ragt über Gaza
  • Text eingeblendet: „Trump Gaza is finally here!“
  • Elon Musk, barbustig, tanzt am Strand
  • Geld regnet vom Himmel wie Konfetti
  • Benjamin Netanyahu und Donald Trump sitzen in Liegestühlen, trinken Cocktails, lachen
  • Palästinensische Kinder – erkennbar an der Kleidung – laufen durch Trümmerfelder
  • Im Hintergrund erheben sich glänzende Hochhäuser, Hotels, Luxusresorts
  • Songtext, eingespielt: „Donald’s coming to set you free“

Das Video ist keine Satire. Es ist kein Deepfake eines Trump-Kritikers. Es ist offiziell auf Trumps Social-Media-Kanälen gepostet. Am 26. Februar 2025.

CNN berichtet am selben Tag: „Der amerikanische Präsident hat vorgeschlagen, 2,1 Millionen Palästinenser aus Gaza zu vertreiben und die Enklave in eine ‚Riviera‘ zu verwandeln, die den Vereinigten Staaten gehören würde.“

Lassen Sie das sacken. Der US-Präsident postet ein Video, das zeigt:

  1. Ihn selbst als goldene Statue über zerstörtem Land
  2. Palästinensische Kinder, die durch Trümmer laufen (die durch US-Waffen entstanden)
  3. Die „Rettung“ in Form von Luxushotels und Resorts
  4. Ihn selbst und Netanyahu, die das feiern

Das ist kein politisches Statement. Das ist Kolonialismus als Marketingvideo.

In den Wochen zuvor, Februar und März 2025, hatte Trump seine Gaza-Pläne bereits verbal skizziert. Die O-Töne:

„We don’t need to buy it, we have it.“ – „Wir brauchen es nicht zu kaufen, wir haben es.“

„There’s nothing to buy – it’s Gaza.“ – „Es gibt nichts zu kaufen – es ist Gaza.“

„Gaza would be owned by the United States.“ – „Gaza würde den Vereinigten Staaten gehören.“

„Das ist ein vom Krieg zerstörtes Gebiet. Die USA würden Gaza einfach einnehmen, es wiederbeleben und in einen Diamanten verwandeln.“

Lesen Sie diese Sätze noch einmal. Langsam. Satz für Satz.

„Wir brauchen es nicht zu kaufen, wir haben es.“

Wie hat man etwas, ohne es zu kaufen? Man nimmt es. Man erobert es. Man annektiert es. Das ist die Logik eines Diebs. Oder eines Kolonialherren.

„Es gibt nichts zu kaufen – es ist Gaza.“

Gaza ist kein unbewohntes Land. Gaza ist kein herrenloses Territorium. Gaza ist die Heimat von 2,3 Millionen Menschen. Aber in Trumps Logik gibt es „nichts zu kaufen“. Warum? Weil die Menschen, die dort leben, nicht zählen. Weil ihr Eigentumsrecht, ihr Existenzrecht, ihr Recht auf ihr Land in seiner Kalkulation nicht existiert.

„Gaza würde den Vereinigten Staaten gehören.“

Nicht: „Gaza würde den Palästinensern gehören.“ Nicht: „Gaza würde sich selbst verwalten.“ Nicht einmal: „Gaza würde unter internationaler Verwaltung stehen.“ Sondern: „den Vereinigten Staaten“.

Das ist keine verschwörungstheoretische Interpretation dieser Aussagen. Das sind wortwörtliche Zitate. Dokumentiert. Auf Video. In offiziellen Statements. In Interviews mit CNN, FOX News, in Pressebriefings.

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten.

International Bar Association (IBA), März 2025:

Die IBA ist die weltweite Vereinigung von Anwälten und Rechtsanwaltskammern. Sie repräsentiert über 80.000 Anwälte und 190 Rechtsanwaltskammern in mehr als 170 Ländern. Wenn die IBA zu Völkerrecht spricht, spricht die globale Juristengemeinschaft.

Sara Elizabeth Dill, Co-Vice Chair des IBA War Crimes Committee, erklärte am 12. März 2025:

„Die Vorstellung, dass dauerhafte Vertreibung irgendetwas Positives für die Menschen in Gaza bewirkt, ist eine absolute Farce und völlig im Widerspruch zum internationalen Recht.“

Kirsty Sutherland, Co-Chair desselben Komitees:

„Die internationale Gemeinschaft kann nicht akzeptieren, dass staatliche Behörden ein fremdes Territorium zerstören – die Häuser der Menschen, die Krankenhäuser – und es dann verkaufen oder den ‚Kauf‘ durch einen anderen Staat erleichtern, da dies einen unerträglichen Präzedenzfall schaffen würde.“

Die IBA benennt konkrete Rechtsverstöße von Trumps Plan:

  • Römisches Statut Artikel 7(1)(d): Verbot der Massenvertreibung als Verbrechen gegen die Menschlichkeit
  • Römisches Statut Artikel 8(2): Verbot der Aneignung von Eigentum in besetzten Gebieten als Kriegsverbrechen
  • Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Artikel 13(2): „Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.“
  • Vierte Genfer Konvention, Artikel 49: „Die Besetzungsmacht darf nicht Teile ihrer eigenen Zivilbevölkerung in das von ihr besetzte Gebiet deportieren oder umsiedeln“ und „Zwangsumsiedlungen von geschützten Personen aus besetztem Gebiet […] sind unabhängig von ihrem Beweggrund verboten.“

Das ist nicht „kritikwürdig“. Das ist nicht „liegt außerhalb internationaler Normen“. Das ist: illegal. Das sind Verbrechen, für die der Internationale Strafgerichtshof (ICC) zuständig ist.

UN-Generalsekretär António Guterres erklärte am 5. März 2025, Trumps Pläne bergen das „Risiko ethnischer Säuberung“.

Ethnische Säuberung. Das ist kein diplomatischer Euphemismus. Das ist ein juristischer Begriff. Ethnische Säuberung meint die systematische Vertreibung einer ethnischen oder religiösen Gruppe aus einem Gebiet. Das Römische Statut kategorisiert das als Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Der UN-Generalsekretär sagt damit: Was Trump plant, ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

UN-Experten veröffentlichten am 28. Februar 2025 ein gemeinsames Statement:

„Schockierende Drohungen, Gaza zu ‚übernehmen‘, würden fundamentale Regeln der internationalen Ordnung zerschmettern. Es ist offenkundig illegal, ein fremdes Territorium mit Gewalt zu besetzen und zu annektieren und seine Bevölkerung zwangsweise zu deportieren.“

„Offenkundig illegal“ – nicht „problematisch“, nicht „bedenklich“, nicht „sollte überprüft werden“. Sondern: illegal.

Die globalen Reaktionen, Februar und März 2025, sprechen Bände:

Saudi-Arabien: König Salman und Kronprinz Mohammed bin Salman veröffentlichen um 04:00 Uhr morgens – eine ungewöhnliche Zeit für offizielle Statements – eine kategorische Ablehnung. Saudi-Arabien, normalerweise ein enger US-Verbündeter, distanziert sich öffentlich.

Ägypten: Präsident Abdel Fattah Al-Sisi sagt seinen für März geplanten Staatsbesuch in Washington ab. Ägyptens Außenminister Badr Abdelatty erklärt: „Jegliche Pläne zur Vertreibung von Palästinensern sind inakzeptabel und werden von Ägypten niemals unterstützt werden.“

Jordanien: König Abdullah II. lehnt Trumps Plan öffentlich ab. Jordanien, das 1948 und 1967 bereits hunderttausende palästinensische Flüchtlinge aufgenommen hat, macht klar: Keine weitere Nakba.

Türkei: Präsident Erdoğan nennt Trumps Plan „neokolonialistisch“ und „eine Schande für die Menschheit“.

Frankreich: Außenminister Jean-Noël Barrot: „Das ist ein schwerwiegender Bruch internationalen Rechts. Frankreich wird niemals die Zwangsvertreibung von Zivilbevölkerung akzeptieren.“

Deutschland: Außenministerin Annalena Baerbock, normalerweise zurückhaltend in Kritik an den USA: „Inakzeptabel und im Widerspruch zum Völkerrecht.“

Selbst Nordkorea – ein Land, das international weitgehend isoliert ist – kommentiert durch seine UN-Vertretung: „Robbery“ – Raub. Die Ironie: Ausgerechnet Nordkorea, das vom Westen als Schurkenstaat bezeichnet wird, benennt einen Raub beim Namen.

Die einzige substantielle Unterstützung für Trumps Plan kam aus Israel.

Benjamin Netanyahu, israelischer Premierminister, am 27. Februar 2025: „This could change history“ – „Das könnte die Geschichte verändern.“

Ja. Das könnte es. Die Frage ist: in welche Richtung.

Was Netanyahu meint: Die endgültige Lösung der „Palästinenser-Frage“ durch Vertreibung. Was Völkerrechtler meinen: Der Präzedenzfall für Annexion ohne Konsequenzen.

Lassen Sie uns das festhalten:

  • Trump kündigt im Februar und März 2025 an, Gaza zu annektieren
  • Er benutzt Formulierungen wie „wir haben es“ und „es würde uns gehören“
  • Er postet ein AI-Video, das Vertreibung als „Befreiung“ inszeniert
  • Die internationale Staatengemeinschaft – mit Ausnahme Israels – lehnt das ab
  • Völkerrechtler benennen es als illegal
  • UN-Experten warnen vor ethnischer Säuberung
  • Der UN-Generalsekretär warnt vor Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Und dann, elf Monate später, am 16. Januar 2026, gründet Trump das „Board of Peace“.

Keine Entschuldigung. Keine Rücknahme. Keine Korrektur der Pläne. Keine Berücksichtigung internationaler Kritik. Sondern: Umsetzung.

Was im Februar als schockierende Ankündigung galt, wird im Januar zur institutionalisierten Realität.

Aber bevor wir zur Struktur des Board kommen, müssen wir hören, was die Menschen sagen, um die es eigentlich gehen sollte: die Palästinenser.

Wassel Abu Yousuf, Mitglied des PLO Executive Committee, Februar 2025:

„Das ist ein Clown-Gag. Es wird keine Resorts geben, keine Riviera im Nahen Osten. Was Trump machen will, sollte er woanders machen, aber nicht auf dem Rücken des palästinensischen Volkes. Das ist das Land unserer Vorfahren und Eltern, und viel Blut wurde vergossen, um es zu verteidigen.“

Hamas Government Media Office, 28. Februar 2025:

„Indem Gaza dargestellt wird, als wäre es ein Land ohne Volk, zielt dieser verzweifelte Versuch darauf ab, die laufende ethnische Säuberung zu legitimieren, die von der israelischen Besatzung mit klarer amerikanischer Unterstützung durchgeführt wird.“

Dr. Mustafa Barghouti, Generalsekretär der Palestinian National Initiative, März 2025:

„Trump behandelt Gaza wie ein Stück Immobilie, das er kaufen oder verkaufen kann. Aber Gaza gehört nicht ihm. Gaza gehört nicht den USA. Gaza gehört nicht Israel. Gaza gehört den Palästinensern, die dort seit Jahrhunderten leben. Was Trump vorschlägt, ist Diebstahl. Raub. Kolonialismus im 21. Jahrhundert.“

Diese Stimmen wurden gehört. Und ignoriert.

Die Realität in Gaza, als Trump sein AI-Video postet, Februar 2025:

  • 80.000 tote Zivilisten seit Oktober 2023
  • 86-90% aller Gebäude zerstört oder schwer beschädigt
  • Alle Universitäten zerstört
  • 80% aller Schulen zerstört
  • Alle Krankenhäuser außer Betrieb oder stark beschädigt
  • Kein funktionierendes Wasser- oder Abwassersystem
  • Keine Elektrizität außer Generatoren
  • 2,3 Millionen Menschen ohne permanente Unterkunft
  • Humanitäre Krise: Hungersnot, Seuchen, keine medizinische Versorgung

Über diesem Trümmerfeld, über diesen toten Kindern, über diesen verzweifelten Familien postet Trump ein Video mit einer goldenen Statue seiner selbst und dem Songtext: „Donald’s coming to set you free.“

Das ist keine Politik. Das ist Perversion.

Und elf Monate später, am 16. Januar 2026, wird diese Perversion institutionalisiert: Das Board of Peace wird gegründet.

Im nächsten Teil schauen wir uns an, wer in diesem Board sitzt – und wer daran verdient.

Diese Analyse ist frei zugänglich – aber gute Recherchen kosten Zeit, Geld, Energie und Nerven. Unterstützen Sie mich, damit diese Arbeit weitergehen kann.

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Gemeinsam bauen wir eine Gegenöffentlichkeit auf.

Michael Hollister war sechs Jahre Bundeswehrsoldat (SFOR, KFOR) und blickt hinter die Kulissen militärischer Strategien. Nach 14 Jahren im IT-Security-Bereich analysiert er primärquellenbasiert europäische Militarisierung, westliche Interventionspolitik und geopolitische Machtverschiebungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem asiatischen Raum, insbesondere Südostasien, wo er strategische Abhängigkeiten, Einflusszonen und Sicherheitsarchitekturen untersucht. Hollister verbindet operative Innensicht mit kompromissloser Systemkritik – jenseits des Meinungsjournalismus. Seine Arbeiten erscheinen zweisprachig auf www.michael-hollister.com , bei Substack unter https://michaelhollister.substack.com sowie in kritischen Medien im deutsch- und englischsprachigen Raum.

QUELLENLISTE – TEIL 1:
DIE ENTLARVUNG

Primärquellen:

  1. Trump AI-Video & Gaza-Statements (Februar/März 2025):
  1. International Bar Association (IBA) – Rechtliche Bewertung:

Völkerrechtliche Grundlagen:

  1. UN-Charta:
  2. Römisches Statut des Internationalen Strafgerichtshofs:
  3. Vierte Genfer Konvention:
  4. Allgemeine Erklärung der Menschenrechte:

Sekundärquellen & Analysen:

  1. US-Kriegsgeschichte:
  2. Venezuela-Angriff (3. Januar 2026):
  1. Iran-Bombardierung (Juni 2025):
    • Zeitgenössische Berichterstattung (spezifische Links in Artikel referenziert)
  2. UN-Reaktionen:
  3. Globale Reaktionen:
  4. Palästinensische Stimmen:
    • Wassel Abu Yousuf (PLO Executive Committee) – Statement Februar 2025
    • Hamas Government Media Office – Statement 28. Februar 2025
    • Dr. Mustafa Barghouti (Palestinian National Initiative) – März 2025

Eigene Artikel (Querverweise):

  1. „Operation Pivot“ – Vier-Fronten-Strategie gegen De-Dollarisierung https://www.michael-hollister.com/de/2026/02/01/operation-pivot/

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