Erstausgabe – aufbauend auf: „Mali brennt, Russland blutet“ (12. Mai 2026)
von Michael Hollister
Exklusive Veröffentlichung nur bei Michael Hollister am 29.05.2026
2.483 Wörter * 13 Minuten Lesezeit

TICKER
AFRICA CORPS VERLIERT GESAMTEN NORDEN: RÜCKZUG AUS KIDAL, TESSALIT, AGUELHOK UND AGELOK ABGESCHLOSSEN
Was am 26. April mit dem Verlust Kidals begann, ist bis Anfang Mai zu einem vollständigen Rückzug aus dem malischen Norden geworden. Nach Kidal folgte Tessalit am 01. Mai, dann Aguelhok und Agelok – die dritte strategische Basis in der Nordregion. Alle Rückzüge liefen unter algerischer Vermittlung mit Safe-Passage-Garantien der FLA. An keinem Punkt leisteten Africa Corps oder malische Streitkräfte nennenswerten Widerstand. Kidal, das Russland im November 2023 als Beweis seiner Überlegenheit über Frankreich gefeiert hatte, ist nach weniger als drei Jahren zurück in Rebellenhand. Das russische Sicherheitsversprechen an die Junta in Bamako hat seinen wichtigsten Beleg verloren.
INTELLIGENCE-DESASTER: KIDAL-GOUVERNEUR HATTE RUSSIA DREI TAGE VORHER GEWARNT – KEINE REAKTION
Laut einem ranghohes malischen Beamten, den RFI über Al Jazeera zitiert – Einzelquellenaussage, deklariert – hatte der regionale Gouverneur in Kidal das Africa Corps drei Tage vor dem 25. April ausdrücklich vor den bevorstehenden Angriffen gewarnt. Es wurde nichts unternommen. Al Jazeera ergänzt: Africa Corps könnte seinen Rückzug bereits im Vorfeld ausgehandelt haben. Wenn das zutrifft, war der Fall Kidals kein Überraschungsangriff – sondern ein kalkulierter Rückzug unter dem Deckmantel eines überwältigenden Gegners. Die Frage, ob Russia in Kidal kämpfen wollte oder ob es die Konditionen des Abzugs vorverhandelt hat, ist bislang unbeantwortet.
BAMAKO-BELAGERUNG VERSCHÄRFT: DREI VON SECHS HAUPTSTRASSEN BLOCKIERT, LEBENSMITTELPREISE VERDOPPELT
Ab 28. April blockiert JNIM systematisch die Hauptzufahrtsrouten zur Hauptstadt. Amnesty International dokumentiert, dass bis zum 15. Mai drei der sechs Hauptstraßen nach Bamako durch Angriffe auf eingehenden Verkehr unterbrochen waren. Am 06. Mai griff JNIM einen zivilen LKW-Konvoi ohne Militärbegleitung auf der Strecke Bamako–Bougouni an – Obstlieferungen für den Stadtmarkt. Brot- und Reispreise haben sich in Bamako und Mopti verdoppelt, Transportkosten verdreifacht. Verbleibendes Treibstofflager wird ausschließlich für Krankenwagen, Sicherheitskräfte und öffentlichen Nahverkehr reserviert. Amnesty nennt die Folgen für die Zivilbevölkerung „inakzeptable Verletzungen ziviler Rechte“ und fordert JNIM zur sofortigen Einhaltung des humanitären Völkerrechts auf.
JUNTA UNTER DRUCK VON INNEN: GEHEIMDIENSTCHEF VERLETZT, ERMITTLUNGEN GEGEN EIGENE SOLDATEN
Geheimdienstchef Modibo Koné erlitt bei den Kämpfen in Kati mehrere Schusswunden und wurde schwer verletzt – sein Zustand blieb laut RFI bis zum 28. April unklar. Am 02. Mai leitete die malische Regierung Ermittlungen gegen aktive Soldaten, einen pensionierten und einen bei Gefechten nahe Kati getöteten entlassenen Soldaten wegen mutmaßlicher Beteiligung an der koordinierten Offensive ein. Wenn diese Ermittlungen Bestand haben, ist die Krise keine externe – sie reicht in den Kern des Sicherheitsapparats. Junta-Chef Goïta übernahm das Verteidigungsministerium persönlich und trat erst am 28. April, drei Tage nach den Angriffen, erstmals öffentlich auf – bei einem Krankenhausbesuch bei der Familie des getöteten Verteidigungsministers.
JNIM GREIFT ZENTRALGEFÄNGNIS KENIEROBA AN: 2.500 HÄFTLINGE, DARUNTER EIGENE KÄMPFER
Am 06. Mai attackierte JNIM das Kenieroba-Zentralgefängnis im Süden Malis, das 2.500 Insassen beherbergt – darunter eine unbekannte Zahl inhaftierter JNIM-Kämpfer. Der Angriff verbindet taktisches Kalkül mit Symbolik: Befreiungsversuch und Demonstration, dass JNIM auch staatliche Sicherheitsinfrastruktur weit im Süden des Landes erreichen kann. Kenieroba liegt südlich von Bamako – in einem Landesteil, der bis vor wenigen Monaten als operativ sicher galt.
AFRICA CORPS OPERATIV AUF RÜCKZUG SCHON VOR DEM 25. APRIL: NUR NOCH 24 GEFECHTE PRO MONAT
ACLED-Daten zeigen: Die aktive Kampfbeteiligung des Africa Corps sank von 537 Gefechten in 2024 auf 402 in 2025, bis Anfang 2026 auf durchschnittlich 24 Vorfälle pro Monat. Der Rückzug aus dem Norden war keine Antwort auf den 25. April – er war die Konsequenz einer seit Monaten laufenden Depriorisierung. Laut dem Business & Financial Times-Bericht vom 28. Mai konzentriert Africa Corps seine Ressourcen zunehmend auf Konflikte mit lukrativeren Verträgen und reduziert aktiv seine Risikoexposition in Mali. Russland kämpft weiter im Sahel – aber mit einem Bruchteil des früheren Einsatzes.

BAMAKO DIVERSIFIZIERT: TÜRKEI SAGT DROHNEN-UNTERSTÜTZUNG ZU, IRAN UND CHINA IM GESPRÄCH
Als direkte Reaktion auf das Africa-Corps-Versagen baut die Junta ihre Sicherheitspartnerschaften aus. Die Türkei hat nach den Angriffen ausdrücklich weitere Drohnenunterstützung zugesagt – Ankara hatte bereits zuvor Bayraktar-Systeme nach Mali geliefert. Malis Kommunikationsminister dankte öffentlich Russland, China, der Türkei, Marokko und Senegal für deren Unterstützung. Das Soufan Center dokumentiert, dass Mali bereits im Februar 2026 Gespräche mit dem neuen iranischen Botschafter über Sicherheits- und Technologiekooperation sowie ein gemeinsames Verteidigungsgremium geführt hatte. Das Sicherheitsmodell in Bamako ist dabei, von russischer Exklusivität zur Multipartnerstrategie zu wechseln.
ROHSTOFFE IM KREUZFEUER: INTAHAKA-GOLDMINE IN RÜCKZUGSVERHANDLUNGEN – CHINAS GOULAMINA-LITHIUM UNTER BEOBACHTUNG
Die Intahaka-Goldmine war explizit Teil der Abzugsvereinbarungen: Malische und russische Kräfte übergaben die Mine im Rahmen von Safe-Passage-Abkommen mit Rebellen. Chinas Ganfeng Lithium – Mehrheitseigentümer des Goulamina-Projekts mit 506.000 Tonnen Spodumenkapazität pro Jahr, einer der größten Lithiumvorkommen Afrikas – erklärte Anfang Mai, die Mine im Süden sei weit von den Kampfgebieten entfernt und weiterhin operativ. Gleichzeitig rückt JNIM mit seiner Südstrategie schrittweise näher an eben jene Gebiete heran, die bislang als Sicherheitspuffer galten. Für chinesische und russische Rohstoffinteressen in Mali ist das eine Schonfrist – keine Entwarnung.
ISLAMISCHER STAAT SAHEL NUTZT DAS VAKUUM: LABBEZANGA BESETZT, MÉNAKA UNTER DRUCK
Als Africa Corps und malische Truppen am 27. April Labbezanga an der malisch-nigrischen Grenze räumten, besetzten umgehend Kämpfer des Islamischen Staats Sahel Province (ISSP) den Grenzposten. Parallel sammelte der IS Kräfte um Ménaka, die Hauptstadt der gleichnamigen Region, und flog Positionierungsangriffe gegen Militärstellungen. Ein dritter Akteur nutzt das Machtvakuum – nicht koordiniert mit FLA oder JNIM, aber profitierend vom selben Moment. Mali kämpft jetzt gleichzeitig gegen drei Akteure mit fundamental unterschiedlichen Zielen.
AES-STRESSTEST LIVE: NIGER SAGT ERSTMALS ÖFFENTLICHE VERANSTALTUNGEN AB, BURKINA FASO UNTER KRIEGSZUSTAND-ALERT
Niger cancelte am 01. Mai erstmals seit Gründung der Allianz der Sahel-Staaten 2023 alle öffentlichen Feierlichkeiten landesweit – aus Sicherheitsgründen. Burkina Faso rief einen Sicherheitsalert für Ouagadougou aus und bezeichnete die Lage als „Kriegszustand“. Die Elfenbeinküste verstärkte ihre Grenzsicherung in Erwartung von Flüchtlingsströmen. Was als politischer Souveränitätspakt gegründet wurde, steht vor seiner ersten existenziellen Bewährungsprobe: Kann das AES-Modell einem Konflikt standhalten, der bereits über Malis Grenzen ausstrahlt?
MACRON NUTZT DAS NARRATIV: MALI HABE „FALSCHE ENTSCHEIDUNG“ GETROFFEN
Am 10. Mai erklärte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron beim Africa Forward Summit in Nairobi öffentlich, Mali habe mit dem Rauswurf der französischen Truppen eine falsche Entscheidung getroffen. Timing und Plattform sind kalkuliert: Macron spricht nicht in Paris, sondern in Nairobi – vor einem afrikanischen Publikum, das gerade dabei ist, die Konsequenzen des russischen Sicherheitsmodells zu beobachten. Frankreich hat seine permanente Militärpräsenz in Westafrika 2025 beendet, nach Mali, Burkina Faso, Niger, Tschad und der Elfenbeinküste. Paris interveniert nicht – aber Paris gestaltet aktiv das Narrativ des Scheiterns.
Mali brennt, Russland blutet:
Wer verstehen will, warum der Norden Malis gefallen ist, braucht mehr als den Ticker. Die FLA und JNIM waren bis 2020 Todfeinde – und haben im April 2026 die präziseste koordinierte Militäroperation in der Geschichte des Mali-Krieges durchgeführt. Wer hat das möglich gemacht? Welche Rolle spielt die Ukraine wirklich? Und warum ist Frankreich nur die drittrichtigste Antwort auf die Frage nach dem externen Akteur? Die Hintergrundanalyse, ohne die dieser Ticker nur die halbe Geschichte erzählt:
Die internationalisierte Stellvertreterstruktur hinter der Sahel-Offensive.
Mali brennt, Russland blutet

ANALYSE
I. Der Norden ist verloren – was das für Russlands Afrika-Projekt bedeutet
Kidal war 2023 Russlands Beweisstück. Wagner und die malische Armee hatten die Stadt im November zurückerobert, nach mehr als einem Jahrzehnt außerhalb staatlicher Kontrolle – und Moskau hatte das als Beleg vermarktet, dass das russische Sicherheitsmodell liefert, wo der Westen versagt hatte. Zwei Jahre und fünf Monate später hat Africa Corps Kidal geräumt, ohne nennenswerten Widerstand zu leisten. Tessalit, Aguelhok, Agelok folgten binnen einer Woche. Damit ist Russland militärisch im gesamten Norden Malis nicht mehr präsent.
Das ist keine Panne. ACLED-Daten zeigen, dass Africa Corps seine aktive Kampfbeteiligung seit 2024 systematisch zurückgefahren hat – von 537 auf 402 Gefechte, bis auf 24 im Monatsdurchschnitt Anfang 2026. Der Rückzug aus dem Norden ist die Konsequenz einer längeren strategischen Entscheidung: Russland priorisiert Ukraine-Theater und lukrativere Kontrakte in anderen Teilen Afrikas – Zentralafrikanische Republik, Libyen, Sudan. Mali wird zum Nebenschauplatz.
Das hat Konsequenzen, die über Mali hinausgehen. Jeder afrikanische Staat, der gerade abwägt, das russische Sicherheitsmodell zu übernehmen, schaut auf Bamako. Was er sieht: Africa Corps zieht sich zurück, wenn die Kosten steigen. Russland schützt Regime, solange es strategisch bequem ist. Wenn der Feind zu stark wird, verhandelt Moskau Safe Passage – für seine eigenen Leute. Bamako reagiert darauf bereits: mit Türkei-Drohnen, iranischen Sicherheitsgesprächen, chinesischen Verbindungen. Das russische Sicherheitsmonopol in Bamako ist de facto Geschichte.
II. Die Belagerungslogik: JNIM kämpft nicht um Bamako – es kämpft um Zeit
Keine bewaffnete Gruppe nimmt eine Hauptstadt mit einer Treibstoffblockade. JNIM verfolgt keine militärische Einnahme Bamakos – das wäre logistisch und politisch nicht darstellbar, schon gar nicht im Verbund mit der säkularen FLA. Was JNIM verfolgt, ist etwas anderes: politische Erosion durch wirtschaftlichen Druck. Drei der sechs Hauptzufahrtsstraßen nach Bamako sind blockiert. Zivilkonvois werden angegriffen – auch solche ohne Militärbegleitung, wie der Obstkonvoi vom 06. Mai, den Amnesty International dokumentiert hat. Lebensmittelpreise haben sich verdoppelt.
Die Logik dahinter ist klassische Belagerungsstrategie, angepasst an einen asymmetrischen Kontext: Nicht die Stadt einnehmen, sondern die Regierung unhaltbar machen. Die Bevölkerung soll spüren, dass die Junta sie nicht versorgen kann. Tabaski – das wichtigste islamische Fest Westafrikas – fällt in diesem Jahr in die Phase der Blockade. Tiere kommen nicht in die Stadt. Das ist kein Kollateralschaden, das ist Kalkül. JNIM weiß, dass religiöse und kulturelle Demütigung mehr bewegt als Frontliniengewinne.
Ob das die Junta destabilisiert oder eine Gegenreaktion in der Bevölkerung auslöst, ist die entscheidende offene Variable. Historisch haben Belagerungsstrategien in westafrikanischen Hauptstädten weder zuverlässig Regierungen gestürzt noch sich in nachhaltigen politischen Wandel übersetzt. Aber in Kombination mit dem Legitimationsverlust nach dem 25. April steht die Junta vor einer Situation, die sie mit militärischen Mitteln allein nicht auflösen kann.
III. Drei Fronten, ein Vakuum – der IS nutzt den Moment
Die internationale Berichterstattung konzentriert sich auf die FLA-JNIM-Allianz. Was dabei untergeht: der Islamische Staat Sahel Province (ISSP) ist ein dritter Akteur, der systematisch das Vakuum füllt, das Africa Corps hinterlässt. Als malische und russische Truppen am 27. April den Grenzposten Labbezanga räumten, besetzte ISSP ihn umgehend. Gleichzeitig sammelte der IS Kräfte um Ménaka und flog Positionierungsangriffe.
FLA, JNIM und IS verfolgen fundamental unvereinbare Ziele: Tuareg-Selbstbestimmung, salafistisches Kalifat, Islamischer Staat. Sie koordinieren nicht – aber sie profitieren alle vom selben strukturellen Moment: einem Staat, der zu dünn aufgestellt ist, um drei Fronten gleichzeitig zu halten. Bamako kämpft nicht gegen eine Koalition. Es kämpft gegen drei getrennte Akteure, die zufällig zur gleichen Zeit die gleichen staatlichen Schwachstellen ausnutzen. Das macht die Lage analytisch komplizierter und militärisch fast unlösbar – denn eine Verhandlungslösung mit der FLA schließt keine Lösung mit JNIM ein, und keine Lösung mit JNIM schließt eine mit dem IS ein.
IV. Das AES-Modell auf dem Prüfstand – was Dakar, Abidjan und Accra sehen
Die Allianz der Sahel-Staaten wurde 2023 als Souveränitätsprojekt gegründet: Frankreich raus, UN raus, ECOWAS verlassen, eigenes Sicherheitsmodell, russische Partnerschaft. Die politische Rechtfertigung war einfach – die alten Strukturen hatten die Jihadisten nicht besiegt, Russland würde es besser machen. Zweieinhalb Jahre später zeigt Mali, wie dieses Versprechen in der Praxis aussieht: Kidal gefallen, der Norden geräumt, Bamako belagert, der Geheimdienstchef angeschossen, der Verteidigungsminister tot.
Niger hat am 01. Mai erstmals seit AES-Gründung alle öffentlichen Feierlichkeiten abgesagt – die klarste öffentliche Aussage, dass AES-Regierungen die normale Sicherheitslage nicht mehr garantieren können. Burkina Faso kämpft mit eigener jihadistischer Eskalation. Die Elfenbeinküste rüstet ihre Grenze auf. Was Senegal, Ghana und Benin sehen, ist nicht das Scheitern eines malischen Experiments – es ist ein Stresstest für das gesamte Sicherheitsparadigma, das seit 2020 den Sahel neu sortiert hat. Wenn das AES-Modell in Mali nicht hält, stellt sich für jeden Nachbarstaat die Frage neu, welches Sicherheitsmodell überhaupt hält. Die Antwort auf diese Frage wird nicht in Bamako gefunden – sie wird in den Hauptstädten ringsum beobachtet und bewertet.
Strategische Einordnung
Tag 34 seit dem 25. April 2026. Africa Corps hat den gesamten Norden Malis verlassen. JNIM blockiert Bamakos Versorgungsrouten, der IS besetzt die Räume, die Russland hinterlässt, und die Junta ermittelt gegen ihre eigenen Soldaten. Bamako diversifiziert seine Sicherheitspartnerschaften – Türkei, Iran, China – aber keiner dieser Akteure hat bisher das geliefert, was Russland nicht liefern konnte. Das AES-Modell steht unter öffentlichem Druck, und drei Nachbarstaaten bereiten sich auf Flüchtlingsströme vor. Mali ist kein Stellvertreterkonflikt mehr, der sich am Rande abspielt. Es ist ein Stresstest, dessen Ergebnis den gesamten westlichen Sahel neu sortieren wird.


Michael Hollister war sechs Jahre Bundeswehrsoldat (SFOR, KFOR) und blickt hinter die Kulissen militärischer Strategien. Nach 14 Jahren im IT-Security-Bereich analysiert er primärquellenbasiert europäische Militarisierung, westliche Interventionspolitik und geopolitische Machtverschiebungen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem asiatischen Raum, insbesondere Südostasien, wo er strategische Abhängigkeiten, Einflusszonen und Sicherheitsarchitekturen untersucht. Hollister verbindet operative Innensicht mit kompromissloser Systemkritik – jenseits des Meinungsjournalismus. Seine Arbeiten erscheinen zweisprachig auf www.michael-hollister.com , bei Substack sowie in kritischen Medien im deutsch- und englischsprachigen Raum.
Quellenverzeichnis
- ACLED – Africa Overview: May 2026: https://acleddata.com/update/africa-overview-may-2026
- Reuters – Russia’s Africa Corps confirms withdrawal from Mali’s Kidal, 27. April 2026: https://www.reuters.com/world/africa/russias-africa-corps-confirms-withdrawal-malis-kidal-2026-04-27/
- Reuters – Mali investigates soldiers over role in coordinated insurgent attacks, 02. Mai 2026: https://www.reuters.com/world/africa/mali-investigates-soldiers-over-role-coordinated-insurgent-attacks-2026-05-02/
- Reuters – Mali turmoil threatens Russian push for influence and mineral wealth, 29. April 2026: https://www.reuters.com/world/africa/mali-turmoil-threatens-russian-push-influence-mineral-wealth-africa-2026-04-29/
- Al Jazeera – Rival armed groups join forces against the Malian state, 27. April 2026: https://www.aljazeera.com/news/2026/4/27/rival-armed-groups-join-forces-against-the-malian-state-what-next
- Al Jazeera – What role has Russia played in Mali’s security and the Sahel region?, 29. April 2026: https://www.aljazeera.com/news/2026/4/29/what-role-has-russia-played-in-malis-security-and-the-sahel-region
- Al Jazeera – The Mali crisis could have a dangerous spillover effect, 26. Mai 2026: https://www.aljazeera.com/opinions/2026/5/26/the-mali-crisis-could-have-a-dangerous-spillover-effect
- Amnesty International – Mali: GSIM must observe international humanitarian law, Mai 2026: https://www.amnesty.org/en/latest/news/2026/05/mali-bamako-siege/
- Council on Foreign Relations – Mali Is the Linchpin of West Africa – Now It’s Under Jihadist Siege, 05. Mai 2026: https://www.cfr.org/articles/whats-at-stake-in-mali-and-what-comes-next
- The Soufan Center – The Limits of Russia’s Africa Corps: Mali and the JNIM-FLA Offensive, 12. Mai 2026: https://thesoufancenter.org/intelbrief-2026-may-12/
- Just Security – Insurgent Offensive in Mali Exposes the Deficiencies of Junta-led Security: https://www.justsecurity.org/137563/mali-junta-insurgent-offensive/
- CNN – Rebels jeered Putin’s Africa Corps out of a key Sahel town, 10. Mai 2026: https://www.cnn.com/2026/05/10/africa/putin-africa-corps-kidal-mali-intl-cmd
- Middle East Eye – What’s behind the latest fighting in Mali?, Mai 2026: https://www.middleeasteye.net/explainers/mali-war-fla-jnim-tuareg-russia
- Militarnyi – Russian Africa Corps and Malian Army Leave Last Northern Base: https://militarnyi.com/en/news/russian-africa-corps-and-malian-army-leave-last-northern-base/
- The Business & Financial Times – Mali’s wave of attacks: Can the Junta and Russia’s Africa Corps hold the fort?, 28. Mai 2026: https://thebftonline.com/2026/05/28/malis-wave-of-attacks-can-the-junta-and-russias-africa-corps-hold-the-fort/
- Long War Journal – JNIM and allied rebels surge across Mali, take several cities, 26. April 2026: https://www.longwarjournal.org/archives/2026/04/jnim-and-allied-rebels-surge-across-mali-take-several-cities-pressure-capital.php
- AFP / Africanews – Mali’s military leader Assimi Goita reappears in Bamako, 28. April 2026: https://www.africanews.com/2026/04/28/malis-military-leader-assimi-goita-reappears-in-bamako-after-weekend-attacks/
- SSRN / Sissoko – Mali after 25 April 2026: Why Assimi Goita’s Junta Can No Longer Restore Its Pre-crisis Equilibrium, 15. Mai 2026: https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=6771939
- Discovery Alert – Mali Mining Industry Security Crisis: Gold, Lithium 2026: https://discoveryalert.com.au/mali-mining-industry-security-crisis-gold-lithium-2026/
- Reuters / Mining.com – Gold miners set to stay in Mali despite attacks, 28. April 2026: https://www.mining.com/web/gold-miners-set-to-stay-in-mali-despite-attacks-industry-sources-say/
- Rio Times / Africa Pulse – Niger May 1 Cancellation, Burkina State of War, Ivory Coast Refugees, 01. Mai 2026: https://www.riotimesonline.com/africa-pulse-nmdpra-sahel-spillover-au-khartoum-may-1-2026/
- Pravda Mali – Minister of Communications of Mali thanked Russia for information support, 11. Mai 2026: https://mali.news-pravda.com/en/world/2026/05/12/7399.html
- Wikipedia – 2026 Mali offensives (laufend aktualisiert): https://en.wikipedia.org/wiki/2026_Mali_attacks
- Michael Hollister – Mali brennt, Russland blutet: Die internationalisierte Stellvertreterstruktur hinter der Sahel-Offensive, 12. Mai 2026: https://www.michael-hollister.com/de/2026/05/12/mali-brennt-russland-blutet/
© Michael Hollister – Alle Rechte vorbehalten. Die Weitergabe, Veröffentlichung oder Nutzung dieses Textes bedarf der ausdrücklichen schriftlichen Genehmigung des Autors. Bei Interesse an einer Weiterverwendung kontaktieren Sie bitte den Autor über www.michael-hollister.com.


Newsletter
🇩🇪 Deutsch: Verstehen Sie geopolitische Zusammenhänge durch Primärquellen, historische Parallelen und dokumentierte Machtstrukturen. Monatlich, zweisprachig (DE/EN).
🇬🇧 English: Understand geopolitical contexts through primary sources, historical patterns, and documented power structures. Monthly, bilingual (DE/EN).