Schlagwort Syrien

Die doppelte Buchführung der UNO

Die Vereinten Nationen dokumentierten Folter, Vergewaltigung und systematische Tötungen durch den syrischen Geheimdienst - und überwiesen gleichzeitig Millionenbeträge an genau diesen Apparat. Über mehr als ein Jahrzehnt flossen mindestens 11 Millionen Dollar an eine Sicherheitsfirma, die laut internen Dokumenten direkt dem General Intelligence Directorate gehörte. Eine Firma ohne Schild an der Tür, aber mit UNO-Verträgen in Millionenhöhe.
Der Fall Shorouk ist kein Einzelfehler, sondern ein präzise belegter Widerspruch: Humanitäre Hilfe, die durch genau die Strukturen fließt, die sie eigentlich umgehen soll. Teil dieser Analyse ist nicht nur die finanzielle Verbindung, sondern ein System, das Überwachung, Täuschung und institutionelle Blindstellen miteinander verbindet. Die Frage ist nicht mehr, ob die UNO es wusste. Sondern, warum es keine Konsequenzen hatte.

Folgt dem Öl -Teil 1- Wie Washington Chinas Energieversorgung demontiert

Syrien, Venezuela, Iran, Panama. Die Liste der US-Militäroperationen und Druckfeldzüge der vergangenen 25 Jahre liest sich wie ein Atlas der globalen Ölreserven. Kein Zufall - sondern die operative Logik eines ablaufenden Zeitfensters. China muss spätestens 2026 als strategischer Rivale eingehegt werden, bevor seine Militärparität mit den USA erreicht ist. Das weiß Washington seit der RAND-Studie von 2016. Was seitdem geschieht, ist die systematische Demontage von Chinas Energieversorgung: der Zugriff auf die weltgrößten Ölreserven Venezuelas, die Bombardierung von Chinas wichtigstem Öllieferanten Iran, die Kappung der Belt-and-Road-Landroute über Syrien, der Rauswurf chinesischer Hafenbetreiber aus Panama. Folgt dem Öl - es erzählt mehr über die Zukunft der Weltordnung als jede Pressekonferenz.