Schlagwort Kriegsverbrechen

Israel: Das Kind als Beweis

Ein neuer Bericht der UN-Untersuchungskommission über Gaza stellt nicht allein die Zahl getöteter Kinder in den Mittelpunkt, sondern ihre Bedeutung als Beweismittel. Anhand dokumentierter Einzelfälle, medizinischer Befunde, militärischer Einheiten und öffentlicher Äußerungen prüft diese Analyse die These, dass sich gerade im Umgang mit Kindern die von der Kommission angenommene Völkermordabsicht erkennen lasse. Sie legt zugleich die Grenzen des Berichts, Israels Gegenposition und den fehlenden gerichtlichen Schuldspruch offen - und führt schließlich nach Berlin, wo die Bundesregierung ihre Rüstungsbeschränkungen mit einer Waffenruhe aufhob, unter der weiterhin Kinder getötet wurden.

Die No-Strike-Liste, die viermal versagte

Vier Angriffe, vier Jahrzehnte, vier zivile Ziele: ein Luftschutzbunker in Bagdad, die chinesische Botschaft in Belgrad, ein Krankenhaus in Kunduz und eine Mädchenschule in Minab. Dieses Dossier zeigt, dass hinter den offiziellen Erklärungen von „veralteten Daten“, „falschen Karten“ und „menschlichem Versagen“ ein wiederkehrendes strukturelles Problem steht: Schutzmechanismen, die zivile Objekte vor Angriffen bewahren sollen, versagen genau dann, wenn sie gebraucht werden. Die No-Strike-Liste wird damit zum Symbol einer Kriegsführung, deren Präzision technisch wächst, deren Verantwortlichkeit aber ausweicht.

Minab: Präzise und falsch

Am 28. Februar 2026 traf ein US-amerikanischer Tomahawk-Marschflugkörper die Shajareh-Tayyebeh-Mädchenschule im iranischen Minab. Nach iranischen Angaben starben mindestens 156 Schülerinnen, Lehrerinnen und Eltern. Washington spricht von veralteten Zieldaten und einem tragischen Fehler. Doch die verfügbaren Fakten zeichnen ein anderes Bild: Trümmeranalysen, Satellitenbilder, westliche Waffenexperten, Kongressaussagen und völkerrechtliche Bewertungen legen nahe, dass hier nicht eine Waffe versagte, sondern ein Zielsystem. Diese Analyse rekonstruiert, was in Minab geschah, warum die offizielle Erklärung nicht trägt – und weshalb der Fall weit über Iran hinausweist: als Präzedenzfall für KI-gestützte Kriegsführung, veraltete Geheimdienstdaten und die Frage, wer Verantwortung übernimmt, wenn Präzisionswaffen exakt das falsche Ziel treffen.

Minab: Was wirklich in der Shajareh-Tayyebeh-Schule geschah

Am 28. Februar 2026 traf ein US-amerikanischer Tomahawk-Marschflugkörper die Shajareh-Tayyebeh-Mädchenschule im iranischen Minab. Nach iranischen Angaben starben mindestens 156 Schülerinnen, Lehrerinnen und Eltern. Washington spricht von veralteten Zieldaten und einem tragischen Fehler. Doch die verfügbaren Fakten zeichnen ein anderes Bild: Trümmeranalysen, Satellitenbilder, westliche Waffenexperten, Kongressaussagen und völkerrechtliche Bewertungen legen nahe, dass hier nicht eine Waffe versagte, sondern ein Zielsystem. Diese Analyse rekonstruiert, was in Minab geschah, warum die offizielle Erklärung nicht trägt – und weshalb der Fall weit über Iran hinausweist: als Präzedenzfall für KI-gestützte Kriegsführung, veraltete Geheimdienstdaten und die Frage, wer Verantwortung übernimmt, wenn Präzisionswaffen exakt das falsche Ziel treffen.

Israel – Der Befund: Völkermord – das Briefing

Was geschieht, wenn der Vorwurf des Völkermords nicht mehr aus politischen Parolen, sondern aus mandatierten UN-Berichten, völkerstrafrechtlicher Methodik und einer konvergierenden Beweislage entsteht? Dieser Text rekonstruiert den juristischen Befund zu Gaza, die industrielle und technologische Maschinerie dahinter, die Rolle westlicher Staaten und die entscheidende Leerstelle: Nicht die Beweise fehlen, sondern die Konsequenzen. Zwischen UN-Kommission, Francesca Albanese, Domizid-Bericht, UNRWA-Chronologie, Waffenlieferungen, Konzernverflechtungen und diplomatischer Deckung entsteht ein Bild, das schwerer wiegt als jede moralische Anklage: Der Befund liegt vor - und gerade seine Folgenlosigkeit ist das eigentliche politische Verbrechen.

Israel – Der Befund: Völkermord

Was geschieht, wenn der Vorwurf des Völkermords nicht mehr aus politischen Parolen, sondern aus mandatierten UN-Berichten, völkerstrafrechtlicher Methodik und einer konvergierenden Beweislage entsteht? Dieser Text rekonstruiert den juristischen Befund zu Gaza, die industrielle und technologische Maschinerie dahinter, die Rolle westlicher Staaten und die entscheidende Leerstelle: Nicht die Beweise fehlen, sondern die Konsequenzen. Zwischen UN-Kommission, Francesca Albanese, Domizid-Bericht, UNRWA-Chronologie, Waffenlieferungen, Konzernverflechtungen und diplomatischer Deckung entsteht ein Bild, das schwerer wiegt als jede moralische Anklage: Der Befund liegt vor - und gerade seine Folgenlosigkeit ist das eigentliche politische Verbrechen.

Israel: Was der UN-Ausschuss gegen Folter zu Israel festgestellt hat – Teil 2

Am 22. Dezember 2025 veröffentlichte der UN-Ausschuss gegen Folter sein Abschlussdokument zur sechsten Periodischen Überprüfung Israels. Was darin steht, ist stärker als das, was die meisten Berichte darüber wiedergeben: Der Ausschuss sieht Berichte auf eine de-facto-Staatspolitik organisierte und verbreitete Folter - und verweist auf Feststellungen, die Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und den actus reus eines Genozids benennen.

Israel: Agronomische Kriegsführung

Am 1. Februar 2026 wies die israelische Armee UN-Friedenstruppen an, sich in Deckung zu begeben - dann sprühten Militärflugzeuge über neun Stunden Glyphosat in 20- bis 30-facher landwirtschaftlicher Konzentration über zivile Felder im Südlibanon. Dasselbe Muster, dieselben Flugzeuge, dieselben Substanzen: dokumentiert in Syrien, im Libanon, in Gaza - über mehr als ein Jahrzehnt. Was Bomben beginnen, vollenden Herbizide. Kein Waffenstillstand entgiftet einen Boden.

Iran Insight – Kommentar: Was passiert, wenn Bushehr brennt

Dreimal haben Projektile das Gelände des Kernkraftwerks Bushehr getroffen. Dreimal in neun Tagen. Kein Reaktorschaden, heißt es. Noch nicht. Dieser Artikel erklärt, was passiert, wenn das nächste Projektil trifft - und warum es nicht einmal den Reaktor direkt treffen muss. 62 Millionen Menschen, kein Trinkwasser, radioaktives Meer, drei Kernkraftwerke gleichzeitig. Das ist kein Szenario. Das ist Physik.

BOARD OF PEACE – Teil 1

Donald Trump präsentiert sich als Friedensstifter für Gaza – mit einem neu gegründeten „Board of Peace“. Doch was wie eine humanitäre Initiative klingt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als etwas völlig anderes.
In Teil 1 dieser dreiteiligen Serie zerlege ich die Entstehung, den historischen Kontext und die moralische wie völkerrechtliche Absurdität dieses Gremiums. Wer Frieden verspricht, nachdem er Zerstörung ermöglicht hat, verdient keine wohlwollende Interpretation, sondern eine präzise Analyse.
Dieser erste Teil legt offen, warum das „Board of Peace“ kein Neubeginn ist, sondern der institutionelle Endpunkt einer langen Kette von Gewalt, Straflosigkeit und Machtpolitik. Teil 2 und Teil 3 werden zeigen, wer wirklich profitiert – und warum Gaza nur der Anfang ist.